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Ein Platz, an dem ich stehen kann ...

Sehr geehrte Lehrer, liebe Eltern, werte Gäste!

Als Schulsprecherin und stellvertretend für meine gesamte Klassenstufe möchte ich sie alle recht herzlich zu unserer heutigen Abschlussfeier begrüßen.

Als ich meine Rede vorbereitete, stieß ich auf ein Sprichwort von Archimedes, das mich bezüglich unserer Situation ansprach und mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Dieses Sprichwort lautet:

"Gebt mir einen Platz, an dem ich stehen kann - und ich werde die Erde bewegen!"

Gebt mir einen Platz - das heißt, Bedingungen zu schaffen, damit jeder einen Platz finden kann, an dem er sein Gelerntes, sein Wissen und sein Können einbringen kann.
Auch wir erhoffen uns dies und stellen die gleichen Anforderungen an die Gesellschaft.

Durch das, was uns vermittelt wurde - von unseren Eltern, unserer näheren Umgebung und vor allem den Lehrern dieser besonderen Schule - wissen wir, dass dies dazu beiträgt, Normen und Werte weiterzugeben und diesen Platz, von dem ich gerade gesprochen habe, auszufüllen.

Hier denke ich nicht nur an das Wissen, welches uns in den beiden Schuljahren mitgegeben wurde, sondern auch an Werte, die es uns erst ermöglichen, einen Platz in unserem sozialen Berufsfeld verantwortungsvoll einzunehmen.
Hierzu gehört für mich gleichermaßen Einsatzbereitschaft und Durchsetzungsvermögen, Toleranz und Rücksichtnahme, Zivilcourage - und vor allem Mut, auch einmal gegen den Strom zu schwimmen.

Wir, die wie Archimedes auch nicht irgendeinen Platz haben wollen, sondern einen Platz, an dem wir aufrecht stehen können, mit Stolz und Zuversicht, haben die Aufgabe, uns umeinen solchen Platz auch zu bemühen.
Aber Plätze, an denen man stehen und das Leben überblicken kann, sind keine Zuschauerplätze. Es sind keine Plätze, die ein Sitzen mit überschlagenen Beinen ermöglichen. Es sind auch nicht die Plätze, an denen man sich bequem zurücklehnen kann. Es sind in der Regel eher unbequeme Plätze, die durch Verantwortung und Anforderung einengen und das gerade Stehen nahezu unmöglich machen.

Das sind die Plätze, die von uns verlangen, alle Register zu ziehen, die uns unsere Erfahrung, unser Können und das Leben zur Verfügung stellen. Das ist uns allen hoffentlich bewußt und es sind ja schließlich auch nicht die bequemen Plätze, die wir für uns suchen.

Wir wollen in bereichen des sozialen Lebens Einfluß nehmen. Dazu gehört viel Selbstbewußtsein. Und dies spiegelt sich im zweiten Teil des Zitates:
"... - und ich werde die Erde bewegen!" wider.

Dieses Ziel scheint mir fast zu hoch gesteckt, um es wirklich erreichen zu können. Jedoch stellt sich bei mir auch gleichzeitig Freude ein.

Freude darüber, dass dies, wenn auch in kleinerem Rahmen, möglich sein kann.

Ich vertraue darauf, wenn wir unseren Platz gefunden haben, nämlich auch dann stehen zu bleiben, wenn alle anderen an uns vorüberwanken. Dieses Vertrauen sollte uns alle tragen. Wir haben ja schließlich mehr gelernt in diesen zwei Jahren, als Ausarbeitungen zu schreiben, strukturieren zu können und Fachbegriffe zu nennen und zu definieren.

In unseren Familien und in der Schulgemeinschaft wurde uns immer wieder gezeigt, dass allein erst unsere Haltung zu unseren Mitmenschen, der aufrechte Gang und den Mut etwas zu ändern, uns zu Persönlichkeiten machen, die etwas bewegen können.

Dafür möchte ich mich im Namen meiner Mitschülerinnen und natürlich Mitschüler, bei unseren Lehrern und unseren Familien bedanken.
Und nun hoffe ich, dass jeder von uns, mit etwas Glück, den Platz finden wird, den Archimedes meinte, als er sagte:

"Gebt mir einen Platz, an dem ich stehen kann - und ich werde die Erde bewegen!"

(Abschlußrede unserer Schülersprecherin Jasmin Gerber)

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